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"Tut Akupunktur weh?", wird der Therapeut häufig von seinen Patienten gefragt. Diese Frage beschäftigt ihn oft mehr als das Wissen um die Wirkweise der Akupunkturtechnik. Die meisten Menschen, die sich zu dieser Behandlung entschließen haben bereits einen langen Leidensweg hinter sich, möchten etwas gegen ihre Beschwerden tun, die sie bisher nur unvollständig oder ohne Erfolg therapiert sahen. Ein Großteil dieser Patienten leidet unter chronischen Schmerzen und so erklärt sich auch die Eingangsfrage, denn sie möchten nicht noch mehr aushalten. Ich zeige den Patienten dann die unterschiedlichen Akupunkturnadeln, die sehr dünn aber unterschiedlich sind - je nachdem welche Punkte manipuliert werden. Sie sind so fein, dass sie mühelos die Haut und das Muskelgewebe durchdringen, so dass höchstens zu einem feinen ziehenden kurzen Einstichsschmerz kommt, der sogar von Kindern gut toleriert wird (!). Die richtige Punkttiefe erlebt der Patient als sogenanntes "Deqi" (Energieankommgefühl), das von jedem Menschen unterschiedlich wahrgenommen wird. Es kann als Wärme, ziehend oder als Kribbelgefühl im Meridian wahrgenommen werden. Manche Menschen bezeichnen es auch wie elektrisierend. Dieser Zustand hält nur wenige Sekunden an und zeigt den Therapeuten, dass die Nadel gut sitzt. Die Nadeln bleiben jetzt ca. 20 Min. eingestochen, während der Patient der Situation entsprechend bequem liegt. Während der Akupunktur wird der Pat. soweit wie möglich warm eingepackt damit er gleichzeitig ein entspannendes Wohlgefühl erlebt. Je nach dem Meridianverlauf kann es aber auch mal vorkommen, dass außergewöhnliche Lagen (z. B. Bauchlage) akzeptiert werden müssen Der Therapeut wird sein möglichstes tun, um die Situation so stressfrei wie möglich zu gestalten. Nach der Nadelentfernung erwartet den Patienten eine Nachruhe von ca. 15 - 20 Minuten. Dadurch ergibt sich eine Behandlungszeit von etwa 45 - 50 Minuten. Je chronischer die Beschwerden sind, um so öfter muß die Therapie wiederholt werden. Bei akuten Problemen können eine bis zwei Behandlungen ausreichend sein.
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