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Die Neuraltherapie gehört zu den Regulations- und Umstimmungstherapien. Das Ziel ist die Wiederherstellung gestörter neurovegetativer Regelkreise. Dabei werden Lokalanästhetika eingesetzt, indem sie entweder lokal, in bestimmte Segmente, in Störfelder oder in Akupunkturfelder injiziert werden. Entstanden ist diese Behandlungsmethoden in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts: 1925 spritzte der Arzt Ferdinand Huneke seiner migränegeplagten Schwester ein Rheumamittel mit Zusatz von Procain, ein lokales Betäubungsmittel, versehentlich in die Vene statt in den Muskel und die Kopfschmerzen verschwanden! 1940 entdeckte Ferdinand Huneke das Sekundenphänomen, nachdem er eine alte Unterschenkelnarbe mit Procain unterspritzt hatte. Er erkannte nun, dass es nervale Störfelder geben musste, die außerhalb des erkrankten Körperbereiches liegen und die verschiedene Krankheiten über ihre Fernwirkung sowohl auslösen als auch unterhalten können. Störfelder können sein: chronisch vereiterte Mandeln oder Nasennebenhöhlen, Eiter unter toten Zähnen, alle Narben. In der Neuraltherapie wird angenommen, dass ca. 30 % aller chronischen Erkrankungen auf Störfelder zurückzuführen sind.
Wirkungsweise:
entstauend
entkrampfend
fiebersenkend
schmerzstillend
entzündungshemmend
gefäßabdichtend
Um eine Heilung zu erreichen, muss der Schmerzzyklus durchbrochen werden. Schmerz Verspannnung Minderdurchblutung Schmerz...
Arten:
Lokalbehandlung: Neuraltherapie wird direkt am Schmerzpunkt gesetzt Segmenttherapie: Ein Segment ist ein Körperabschnitt, der durch einen Nervenstrang versorgt wird. Ist das erkrankte Organ nicht direkt zugänglich, wird es über diese Nervenverbindung behandelt. Störfeldbehandlung: Das Lokalanästhetikum wird an störfeldverdächtige Areale gespritzt wie Narben oder erkrankte Organe Akupunkturbehandlung: Die Neuraltherapie wird an charakteristischen Punkten der Körperoberfläche an Meridianen entlang injiziert.
Indikation:
Schmerztherapie (Kopfschmerzen, Migräne, Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen sowie Neuralgien)
Lumbalgien und Ischialgien
Sinusitis, Otitis media, Tinnitus
Schilddrüsenerkrankungen, Herzneurose, Asthma bronchiale, Erkrankungen der Leber, der Galle, des Magens und des Darmes
nach Traumen, Infektionskrankheiten
Krebserkrankungen
Kontraindikation:
Allergie gegen Lokalanästhetika
Unverträglichkeiten gegen Zusatzstoffe
schwere Hypotonie
Geisteskrankheiten
Herzschwäche
Blutgerinnungsstörungen und Einnahme von Antikoagulantien (Sammelbezeichnung für Hemmstoffe der Blutgerinnung, z.B. Heparin, Heparinoide, Cumarinderivate)
Techniken:
* Quaddeln * Infiltration * Verabreichung der Lokalanästhetika intravenös * Behandlung von Gelenken
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