by Herbert Innerkofler

Milchschorf


Die Krankheitsentstehung ist immer noch nicht erforscht. Allerdings spielt die erbliche Veranlagung eine große  Rolle.
Das Aussehen der Haut mit ihren gelbbraunen Krusten sieht dem verbrannter Milch sehr ähnlich, daher der Name Milchschorf. Die Krankheit hat also nichts, wie früher häufig angenommen, mit einer Milchunverträglichkeit zu tun, sondern ist eher als Vorstufe der Neurodermitis einzuordnen.
Die Hautveränderungen beginnen häufig im 3. Lebensmonat an Wangen und Stirn und greifen dann auf die behaarte  Kopfhaut, das ganze Gesicht und später auf Rumpf und Streckseiten der Extremitäten über.
Die entzündlich-nässenden oder verkrusteten Stellen üben einen quälenden Juckreiz aus, so dass das Kind nicht  schlafen kann und tagsüber unleidlich ist. Durch das Kratzen an den betroffenen Stellen kann es darüberhinaus zu  weiteren Infektionen kommen.

Um die Erkrankung positiv zu beeinflussen schlage ich folgende Therapie vor:
 

  • Als innere Anwendung kann Stiefmütterchentee anstelle von Wasser zur Zubereitung der Flaschennahrung verwendet  werden.
     
  • Die betroffenen Hautstellen mehrmals tgl. mit einem Öl betupfen, daß aus einer Kombination von Kamillen-, Stiefmütterchen-, Ringelblumen- und Johanniskrautöl hergestellt ist (Apotheke)
     
  • Hautfreundliche Ölbäder oder Eichenrindenbäder runden die Pflege ab.